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View Full Version : Was ist wenn man seine Daten schon gegeben hat...


Unregistered
19 January 2007, 15:55
Hallo Leute,

mal ne Frage. Ich bin auch fast auf eine Betruegerei reingefallen. Eine Person namens John Grisham nahm mit mir Kontakt auf und fragte mich, ob ich fuer Ihn Hilfsgueter nach Afrika fuer Ihn schicken kann.

Er wuerde mir Ware schicken und sie wuerde auch bei mir abgeholt werden.

Naja, lange Rede kurzer Sinn...

Er hat meinen Namen, meine Adresse, Telefonnummer, meine Bank und die Bankleitzahl!

Inzwischen weiss ich ja, dass es sich hier um Betruegereien handelt und es Hehlerware ist oder eben Ware, die mit fremden Kreditkarten gekauft wurde.


Ich habe den Kontakt zu ihm sofort eingestellt.

Meine Frage nun: Kann er etwas mit meinen Daten machen, die MIR schaden koennte. Also ich mein... Leider kann er damit ja schon andern schaden, da er meine Details fuer weitere Betruegereien gegenueber andern benutzen kann, aber muss ich befuerchten, dass er mein Konto leer raeumt oder aehnliches?
Ist sowas moeglich? Er hat auch "nur" die Bankleitzahl von mir? Oder bin ich jetzt fuer Ihn total uninteressant und er sucht sich andere? Weiss ja auch nicht, wie "wichtig" ich als Einzelne fuer ihn bin, da ja taeglich tausende wohl solcher mails rausgehen...

DANKE!

Rob
19 January 2007, 18:04
Hallo,

Nein, ich glaube nicht, dass er damit etwas anfangen kann. Ohne die Kontonummer kann er dir nichts tun. Ansonsten hast du alles richtig gemacht.

Gruss, Robert

Soulvation
22 January 2007, 09:40
Hallo,

muß mal was dazu sagen.
Ihr solltet mit Euren Daten nicht so gewissenlos umherschmeißen.
Bevor ihr Eure Daten preisgebt, überlegt Euch BITTE vorher ob ihr
auch so etwas machen würdet. Eure Daten werden gesammelt(Datenmessis)
und weiter verwendet, dabei spielt es keine Rolle, ob nur die e-Mailadresse
oder sonst was für Angaben zu Eurer Person abgefragt wird.
Staaten machen das und Betrüger auch.
Also sollte eines Tages der Postbote vor Deiner Tür stehen und sagen dass Sie das bezahlen sollen ohne das Sie etwas bestellt haben oder die Ware sehen, so werden Sie sich mit Sicherheit an die nächste Polizeistation wenden. Ein Anwalt zu Beauftragen wäre der nächste Schritt.
Vergesst nicht, wer Eure Daten will hat nichts gutes damit vor.
So dass wars erst mal von mir, bis die Tage!!!

Rob
22 January 2007, 13:43
Nun ja, *theoretisch* ist da was dran.

Die Betrüger, von denen wir hier reden, leben -was Ihre Methoden angehen- noch auf den Bäumen, die Daten werden nicht zum Profiling a la "Big Brother" gesammelt, das können die schlichtweg nicht. Um auf Nummer sicher zu gehen, kann man sein Konto sperren lassen, bzw. ein neues aufmachen.
Die meisten Betrüger dieser Masche fragen nach den Kontodaten, weil diese für die Überweisung der vielen Millionen ja ein Zielkonto brauchen. Wirklich benutzt werden die nie, die Frage nach den Daten ist Teil des Aufbaus von Vertrauen zu dem Opfer.

Viel schlimmer ist der unvorsichtige Umgang mit Kreditkarteninformationen.

joewein
24 January 2007, 02:50
Die Frage nach Bankdaten ist in den meisten Faellen lediglich ein Test, wie misstraurisch das Opfer ist.

Wenn die Betrueger genuegend Antworten auf ihre Mails bekommen, werden sie sich auf diejenigen konzentrieren, die am kooperativsten sind, weil sie sich von ihnen am ehesten Profit erwarten.

Dass ein Bankkonto abgeraeumt wird, kommt zwar grundsaetzlich beim sogenannten Nigeriabetrug vor, allerdings nicht im Regelfall sondern nur in Einzelfaellen bei bestimmten Betrugsvarianten (fiktive Erbschafft, "unpaid contractor") wenn die Betrueger sehr viel Informationen vom das Opfer haben (Briefpapier, Ausweis, Anwaltsvollmacht usw.). Viel haeufiger kommt es vor dass das Opfer zu Zahlungen oder Warenlieferungen verleitet wird, die dann am Opfer haengenbleiben.