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View Full Version : Achtung bei Autoverkauf im Internet! Geplatzer Scheck!


Rob
27 January 2008, 19:25
http://www.presseportal.de/polizeipresse/p_story.htx?nr=938011

07.02.2007 | 12:54 Uhr
POL-HEF: Achtung bei Autoverkauf im Internet! Geplatzer Scheck! 36-jährige Heringerin hatte Glück! Vermeintlicher Käufer sitzt in Nigeria!

Bad Hersfeld (ots) - HERSFELD-ROTENBURG / HERINGEN - Wegen Scheckbetrug und versuchte betrügerische Erlangung eines Pkw´s ermittelt die Kripo in Bad Hersfeld. Anlass ist die Strafanzeige einer 36-jährigen Frau aus Heringen (Werra). Die Frau hatte Ende November letzten Jahres ein Inserat bei einem bekannten Internetauktionshaus für den An- und Verkauf von Autos aufgegeben. Der Wagen war schon älter, sodass ein Verkaufspreis von 1.600,-EUR von der Heringerin angegeben wurde. Kurz vor Ablauf des Inserats meldete sich ein Joe Watson mit der E-Mailadresse zion-watson@yahoo.com und zeigte Interesse an dem Auto. Weiter schrieb er, dass er per Scheck bezahlen wolle. Diesen würde er höher ausstellen, weil das Auto per Schiff auf dem Seeweg versandt werden sollte. Die Heringerin war natürlich erfreut, sie glaubte ja, dass sie ihr Auto günstig verkauft habe. Freundlich bedankte sich Herr Watson bei der Frau schickte ihr Ende Januar auch tatsächlich einen Scheck über 8.500.-EUR. Noch am gleichen Tag reichte die Heringerin diesen Verrechnungscheck bei ihrer Bank ein und ließ sich die Summe von 8.000,-EUR in bar auszahlen. Zeitgleich sollte die Frau den Differenzbetrag zur Deckung der Transportkosten auf ein anderes Konto im Ausland überweisen. Glücklicher Weise machte dies die Heringerin aber nicht. Zwei Tage später erhielt sie den Anruf ihrer Bank, dass der Scheck gefälscht sei und sie bitte die 8.000,-EUR wieder zurückzahlen sollte.

Die Frau erstattete daraufhin Strafanzeige gegen Herrn Watson. Ein finanzieller Schaden ist ihr glücklicher Weise nicht entstanden. Die Beamten des Betrugskommissariats der Hersfelder Kripo konnten in der Zwischenzeit an Hand der E-Mail die IP Nummer des Rechners vom Absender der Mail zurückverfolgen. Diese endet auf dem afrikanischen Kontinent in Nigeria.

Diese Betrugsmasche ist leider in Deutschland kein Einzelfall. Der vermeintliche Kunde lockt mit dieser Art von großzügigen Schecks die Autoverkäufer. Diese überweisen treugläubig die vermeintlichen Transportkosten ins Ausland und bleiben in der Regel auf dem Schaden sitzen.

Daher sollten Autoverkäufer bei derartigen Kaufangeboten wachsam sein.

Zusammenfassung: Käufer meldet sich auf Ihr Inserat, Käufer im Ausland, Zahlung durch überhöhten Scheck! Kaufinteressenten aus dem Ausland kontaktieren den Verkäufer und akzeptieren meist sofort den Kaufpreis. Unter einem Vorwand wird ein weitaus höherer Scheck an den Verkäufer geschickt, als das Auto kostet. Der Differenzbetrag soll dann entweder in bar übergeben oder per Bargeldtransfer überwiesen werden. Nach einigen Tagen platzt dann der zunächst gutgeschriebene Scheck. Im schlimmsten Fall sind sowohl Auto als auch der gezahlte Differenzbetrag verloren, ohne dass der Käufer einen Zahlungseingang verbucht.

Achtung, Treuhandservice! Oft versuchen Betrüger, mit einem vermeintlichen Treuhandservice, Versandservice oder auch Logistikservice Vertrauen zu erwecken. Da Internet-Fahrzeugmärkte in den eigentlichen Kaufprozess nicht integriert sind, können sie diesen Service aber gar nicht anbieten. Fahrzeug-Anzeigenmärkte bieten deshalb keinen Service für die Geld-Transaktion an, raten davon ab und sprechen auch keine Empfehlung für eine bestimmte Zahlungsmethode aus. Es gibt zudem keine als besonders vertrauenswürdig eingestuften Verkäufer oder Premium-Mitglieder.

Manfred Knoch, Pressesprecher, Tel.: 06621/932-131


ots Originaltext: Polizeipräsidium Osthessen

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