Rob
27 January 2008, 18:39
http://www.antispam.de/forum/showthread.php?t=9800
Ghanaer wollte Münchner reinlegen
Als Kojo Sarpong A. (25) am Dienstag in der Stadt eintraf, war er unterwegs zu einem vermeintlich leichtgläubigen Münchner, den er um 16 500 Euro prellen wollte. Nun sitzt der Ghanaer in Untersuchungshaft. Beamte des Betrugsdezernates hatten ihn geleimt und in die bayerische Landeshauptstadt gelockt.
Kojo Sarpong A. ist Mitglied einer aus Amsterdam operierenden Betrügerbande. Die Polizei zählt die Bande zu der so genannten "Nigeria-Connection". Dahinter versteckt sich keine mafiaähnliche Organisation, sondern ein seit Anfang der 90er-Jahre bekanntes Phänomen: Betrüger aus dem englischsprachigen Schwarzafrika verschicken 30 000 E-Mails in der Woche, um leichtgläubigen Bürgern das Geschäft ihres Lebens anzubieten. "Viele Leute löschen die Mails einfach, und das ist genau das Richtige", sagt Kriminalhauptkommissar Nikolaus Papoutsoglou. Andere lassen sich täuschen und kontaktieren die Gauner.
Die Täter gehen dann psychologisch sehr geschickt vor, locken die Opfer mit einer schlüssigen Geschichte und gefälschten Dokumenten. Kurz vor der geplanten Überweisung eines hohen Geldbetrages lassen die Betrüger dann Hindernisse auftreten, denen die Opfer mit finanziellen Mitteln aber beikommen können, etwa in dem sie Beamte bestechen.
Im vorliegenden Fall unterbreitete ein sich als Reginald Kumalo, Bandirektor der "Standard Bank PLC, Johannesburg" ausgebender Nigerianer einem mittlerweile gestorbenen Münchner ein "lukratives Geschäft":
8,5 Millionen Dollar Erbe nach Flugzeugunglück
Ein südafrikanischer Ölhändler sei bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. Mangels Erben würde seine Hinterlassenschaft von 8,5 Millionen Dollar an einen Regierungsfonds fallen. Der finanziere damit Waffen für einen Bürgerkrieg. Nur wenn der Münchner als Erbe einspringe, könne er das verhindern, schrieb Kumalo und versprach eine Provision von 2,5 Millionen Dollar.
Die Frau des Empfängers leitete die Mail an die Polizei weiter. Kommissar Papoutsoglou trat mit Kumalo in Kontakt und überredete ihn, seinen Stellvertreter Kojo Sarpong A. nach München zu schicken. Der sollte 16 500 Euro für den Transfer der Millionen abholen. In der Innenstadt tappte der Ghanaer in die Falle. Thierry Backes
Marktplatz-Oberbayern.de 15.12.2005
Ghanaer wollte Münchner reinlegen
Als Kojo Sarpong A. (25) am Dienstag in der Stadt eintraf, war er unterwegs zu einem vermeintlich leichtgläubigen Münchner, den er um 16 500 Euro prellen wollte. Nun sitzt der Ghanaer in Untersuchungshaft. Beamte des Betrugsdezernates hatten ihn geleimt und in die bayerische Landeshauptstadt gelockt.
Kojo Sarpong A. ist Mitglied einer aus Amsterdam operierenden Betrügerbande. Die Polizei zählt die Bande zu der so genannten "Nigeria-Connection". Dahinter versteckt sich keine mafiaähnliche Organisation, sondern ein seit Anfang der 90er-Jahre bekanntes Phänomen: Betrüger aus dem englischsprachigen Schwarzafrika verschicken 30 000 E-Mails in der Woche, um leichtgläubigen Bürgern das Geschäft ihres Lebens anzubieten. "Viele Leute löschen die Mails einfach, und das ist genau das Richtige", sagt Kriminalhauptkommissar Nikolaus Papoutsoglou. Andere lassen sich täuschen und kontaktieren die Gauner.
Die Täter gehen dann psychologisch sehr geschickt vor, locken die Opfer mit einer schlüssigen Geschichte und gefälschten Dokumenten. Kurz vor der geplanten Überweisung eines hohen Geldbetrages lassen die Betrüger dann Hindernisse auftreten, denen die Opfer mit finanziellen Mitteln aber beikommen können, etwa in dem sie Beamte bestechen.
Im vorliegenden Fall unterbreitete ein sich als Reginald Kumalo, Bandirektor der "Standard Bank PLC, Johannesburg" ausgebender Nigerianer einem mittlerweile gestorbenen Münchner ein "lukratives Geschäft":
8,5 Millionen Dollar Erbe nach Flugzeugunglück
Ein südafrikanischer Ölhändler sei bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. Mangels Erben würde seine Hinterlassenschaft von 8,5 Millionen Dollar an einen Regierungsfonds fallen. Der finanziere damit Waffen für einen Bürgerkrieg. Nur wenn der Münchner als Erbe einspringe, könne er das verhindern, schrieb Kumalo und versprach eine Provision von 2,5 Millionen Dollar.
Die Frau des Empfängers leitete die Mail an die Polizei weiter. Kommissar Papoutsoglou trat mit Kumalo in Kontakt und überredete ihn, seinen Stellvertreter Kojo Sarpong A. nach München zu schicken. Der sollte 16 500 Euro für den Transfer der Millionen abholen. In der Innenstadt tappte der Ghanaer in die Falle. Thierry Backes
Marktplatz-Oberbayern.de 15.12.2005